
Achtung, sie sollten diesen Frühling ganz Ohr sein! Die Ringe haben sich auf Wanderschaft begeben und klammern sich jetzt an der Ohrmuschel fest. Ear Cuffs, eine Zusammensetzung aus den englischen Wörtern für Ohr und für Manschette, feiern ein funkelndes Upgrade, das selbst – oder besonders! – Segelohren in echte Hingucker verwandelt.

Dabei galten Ohrringe bislang als die Stiefmütterchen unter den Schmuckstücken: Weil sie oft von Haaren verdeckt wurden, stahlen gestikulierende, mit Ringen bestückte Hände ihnen die Show. Tempi passati! Ear Cuffs treten den Vergeltungsfeldzug an: Erst pfiffen It-Labels wie Charlotte Chesnais, Messika, Akillis oder Panconesi auf die langweilige Symmetrie von zwei Steckern und haben unsere Ohrmuscheln in Skulpturen verwandelt.

Jetzt setzen auch immer mehr Hochkaräter unter den Marken auf kuratierte Ohren. Und das Beste: Selbst Hasenfüsse können sie tragen – schliesslich muss man sich kein Ohrloch stechen lassen, die Bijous können einfach angeknipst werden. Chanels Modelle aus der Coco Crush Collection sind mit dem ikonischen Steppmuster verziert und gefertigt aus 18-karätigem Gold. Cool geht es bei Chopard zu: Der Ohrclip Ice Cube ist von der Form von Eiswürfeln inspiriert. Olympe von Hermès kommt in verschiedenen Farben daher.

Der Name könnte auch ein Verweis auf die Geschichte sein – trugen doch schon die alten Griechen spiralförmige Ohrspangen, die sich um das Ohr schlangen. In den 1970er- und 1980er-Jahren begehrten die Punks mit Piercings und Ear Cuffs in Nietenform gegen das Establishment auf. Die Statement Pieces waren eine Botschaft des Nonkonformismus. Mit den Ear Cuffs 2.0 kann nun jeder seine eigene kleine Revolution anzetteln – gegen die Monotonie an den Lauscherchen und für mehr Rock ’n’ Roll. Segelohren, vereinigt euch!
