In den Bergen herrscht wärme. Zumindest, was den traditionellen Chaletstil anbelangt: dunkles Holz, Schaf- oder Kuhfelle, bestickte Militärdecken und kleine Fenster, die die Kälte draussen halten. Der perfekte Kokon. Die Art und Weise, wie man sich in den Bergen einkuschelt, wird jedoch gerade revolutioniert. Was vielleicht mit den zunehmend kosmopolitischen Gästen zu erklären ist.

Diese Neo-Bergbewohner bringen eine zeitgenössische Lebensart mit – und ein Designverständnis, das man in allen Breitengraden schätzt. Zarte Schlichtheit, basierend auf eleganten Linien, edlen Materialien und vor allem Helligkeit. Die skandinavisch – oder japanisch – inspirierten Elemente kommen besonders gut in den Höhenlagen zur Geltung, wo die verschiedenen Weisstöne vom Schnee und vom Himmel miteinander wetteifern. Helles Holz ist sicherlich weniger rustikal als alte Lärchenbalken, aber es verleiht den Innenräumen eine Aura der Reinheit, die durch Sofas mit hellen Bezügen noch verstärkt wird.

Die grossen Mailänder Möbelhäuser bestätigen, dass sie immer mehr Aufträge von Kunden aus den Skigebieten erhalten, sowohl von Privatpersonen als auch von Hotels. Ihre schlichten Möbelstücke sind wohnlich und überladen die Atmosphäre nicht. Stattdessen überlassen sie den majestätischen Gipfeln hinter den jüngst verbreiterten Fensterfronten den Ehrenplatz. 

Dieses Privathaus in St. Moritz wurde kürzlich vom Architekten Matteo Tartufoli vom Mailänder Büro M2P Associati renoviert. 


Es ist fast vollständig mit Möbeln von Molteni&C eingerichtet.




Zu sehen sind das Sofa Paul von Vincent Van Duysen, die Couchtische 45° von Ron Gilad (oben rechts) sowie die Outdoorsessel D.154.2 von Gio Ponti
(auf dem Foto am Anfang des Artikels).