Sie wirken wie eine weisse Leinwand, auf der Josep Font seine Fantasie zu neuer Blüte treibt. Zu Keramikblüten, um genau zu sein. Für das Madrider Töpferatelier Vajillas de Ultramar, hinter dem Maria José Diez und Natalia López stehen, hat der spanische Modedesigner eine 24-teilige Tablewear-Kollektion mit sechs Motiven entworfen.

«La Vajilla» verbindet Kunst, Keramik und Haute Couture zu einem Gesamtkunstwerk. Die Teller und Schalen sind mit zarten Blüten, filigranen Gesichtern, Schleifen, die als Halter für echte Blumen dienen (siehe Bild), und einem scheinbar verknoteten Textil versehen – eine Referenz an Fonts Wurzeln als Fashiondesigner. Der 57-Jährige studierte ursprünglich Architektur, bevor er seine Leidenschaft für Mode zum Beruf machte. Was er aus dem Studium mitgenommen und auf seine Kollektionen übertragen hat: eine Vorliebe für 3D-Entwürfe. Diese spiegelt sich auch in den Sets von «La Vajilla» wider.

«Mit dieser Geschirrkollektion wollte ich eine sehr persönliche Interpretation schaffen, die auf dem Studium des Volumens, der organischen Konstruktion und der Ornamentik basiert», erklärt Font. «Konzepte, die in meinem Leben immer präsent waren. Die Stücke wurden nach einer handwerklichen Arbeitsmethode hergestellt und mit Liebe zum Detail, jedes ist einzigartig.» Das Nachbilden von Stoff aus einem festen Material erfordert höchste Handwerkskunst. An den Unikaten schätzen die Gründerinnen von Vajillas de Ultramar gerade das Unperfekte, das wie die selbstbewusste Aussage ist: Makellosigkeit ist langweilig, lasst uns das Leben mit seinen Ecken und Kanten zelebrieren.

La Vajilla, Josep Font für Vajillas de Ultramar, Set ab ca. 600 Fr., www.vajillasdeultramar.com