
Paris, die wilden Zwanzigerjahre. Eine Frau schockiert, stickt Rosa, Hummer und Skelette auf Seide: Elsa Schiaparelli. Rund 100 Jahre später rollt London ihr endlich den roten Teppich aus, oder besser gesagt den rosafarbenen! Das Victoria and Albert Museum präsentiert die erste britische Ausstellung, die der Anarchistin des Chic gewidmet ist: «Schiaparelli: Fashion Becomes Art».
Sie gleicht einem Fiebertraum. Ein «Skeleton»-Kleid taucht auf, ein Schuhhut trotzt der Schwerkraft, inspiriert von Schiaparellis leidenschaftlicher Affäre mit Salvador Dalí. Sie bewegt sich auch im Dunstkreis von Pablo Picasso und Man Ray. Mehr als 200 Stücke erzählen von einer Designerin, die die Mode zu einem Manifest gemacht hat. Und die Geschichte geht weiter. An der Spitze des Hauses formt heute Daniel Roseberry markante Silhouetten, die dem respektlosen Geist von Schiaparelli treu bleiben. Mode, die provoziert, träumt, brennt.
Ausstellung Schiaparelli: Fashion Becomes Art, 28.03.26 bis 8.11.26, Victoria and Albert Museum, London

