Das Zifferblatt wird diesen Winter zur Spielwiese, auf der sich die Hersteller mit innovativen Materialien, unkonventionellen Techniken und überraschenden Effekten austoben. Habenwollen-Alarm!

Spieglein, Spieglein

Die japanische Architektin Kazuyo Sejima, die 2010 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet worden ist, setzt gern auf Spiegeleffekte: Das Gebäude verschwindet in der Landschaft, die von der Fassade reflektiert wird. Übertragen auf eine Uhr bringt dieser Ansatz ein überraschendes Modell hervor: Das Gemeinschaftswerk von Bulgari und Kazuyo Sejima ist ein Spiel mit Transparenz, dem Sichtbaren und Unsichtbaren. Die Spiegeloptik mit Punktmuster im Zifferblatt wird durch den polierten Stahl des Gehäuses und des Armbands unterstrichen.
Die extraflache Automatikuhr ist auf 360 Exemplare limitiert.
Bulgari Octo Finissimo Sejima Edition, 16 600 Fr.

Väterchen Frost

Das Zifferblatt von Montblancs allererster Taucheruhr ist in drei Farben (blau, grün, schwarz) erhältlich. Für das Zifferblatt des schwarzen Modells liessen sich die Designer von Vulkanasche inspirieren, die sich an den Polen auf dem Eis ablegt. Um diese Ästhetik zu reproduzieren, wälzten sie ihre Chemiebücher. Das Ergebnis: ein poliertes Stahlzifferblatt mit einem «Frost»-Effekt, der mit Hilfe einer fast vergessenen, uralten Technik, dem Gratté-boisé, erzeugt wurde. Die Uhr ist hitzebeständig und bis zu 300 Meter Tiefe wasserdicht.
Montblanc 1858 Iced Sea Automatic Date, 2995 Fr.

Laborliebling

Vergessen Sie alles, was Sie über Edelsteine wussten. Stellen Sie sich ein Zifferblatt vor, das aus polykristallinen Diamanten besteht. Nie gehört? Das sind Edelsteine, die mithilfe der hochmodernen CVD-Technologie erschaffen wurden. Bei dieser wird das Wachstum eines natürlichen Diamanten in einem Reaktor mit Gasen, die auf extreme Temperaturen erhitzt werden, im Expresstempo imitiert. Dank diesem Verfahren lassen sich beeindrucken-de Dinge herstellen – zum Beispiel eine Carrera mit Tourbillonwerk, 44 mm-Aluminiumgehäuse und einem Zifferblatt mit polykristalliner Diamantbeschichtung.
TAG Heuer Carrera Plasma Tourbillon Nanograph, Preis auf Anfrage.

Kunststück

Mit ihrer abgeschrägten Form und den polierten Flächen sticht die neueste Kreation von Hublot und Richard Orlinski ins Auge. Der kantige Stil der Skulpturen des französischen Künstlers und Musikers findet sich vom Zifferblatt bis zum Armband wieder. Die technische Meisterschaft schlägt sich im Kaliber HUB1100 mit automatischem Aufzug und einer Gangreserve von 42 Stunden nieder. Hervorzuheben ist auch die (kluge) Wahl von – je nach Modell – weisser oder schwarzer Keramik, die ideal ist, um eine Reliefstruktur zu kreieren. Wenn Kunst und Zeit eins werden!
Hublot Classic Fusion Orlinski Bracelet, 14 900 Fr.

Eiszeit

Warum ist diese auf 38 Exemplare limitierte Serie so begehrt? Ihr Durchmesser von 38,5 mm und ihre schlichte Eleganz sprechen für sich, klar. Aber vor allem handelt sich hierbei um ein veritables Nugget! Das «Frozen Star»-Zifferblatt besteht aus einem der seltensten Edelmetalle der Erde, Osmium, von dem weltweit nicht mehr als 100 Kilo pro Jahr gewonnen werden! Sein Farbspektrum, das von tiefem Blaugrau bis zu bläulichem Weiss reicht, findet
ein edles Echo in den kühlen Silbertönen des Stahlgehäuses und -armbands.
Czapek Antarctique Osmium S, 76 000 Fr. (ohne MwSt.)

Regenbogen

Sie wollte «einen Regenbogen an der unwahrscheinlichsten Stelle erzeugen, ein bisschen wie in der Stadt, wenn man eine ölige Reflexion auf der Oberfläche einer Pfütze beobachtet». Es ist Schmuckdesignerin Carolina Bucci geglückt. Für die Royal Oak hat sie ein auf den ersten Blick schwarzes Zifferblatt kreiert, das sich als mehrfarbiges Spektrum mit Tapisserie-Effekt entpuppt. Der schillernde «Regenbogen» bildet einen Kontrast zum schwarzen Keramikgehäuse mit 34 mm Durchmesser. Achtung, die begehrenswerte Edition ist auf 300 Exemplare limitiert!
Audemars Piguet Royal Oak Automatique Edition Limitée Carolina Bucci, Preis auf Anfrage.