
Geschwindigkeit ist sein Metier. Der F1-Pilot liebt den Adrenalinkick. Sein Alltag gleicht einem Wirbelwind – genau wie die Uhr an seinem Handgelenk.
Die Menschen vor den Fahrerlagern von Silverstone haben ein klares Ziel: einen Fahrer zu treffen, ein Autogramm oder ein Erinnerungsfoto zu ergattern. In England ist der Tempel der Formel 1 stets gut besucht. Vom Alpine-Motorhome aus beobachtet Pierre Gasly das Treiben mit etwas Abstand. Der 30-jährige Normanne weiss, dass seine Sportart weit über das reine Fahren hinausgeht: Sie schafft Helden.
Bei den Gaslys ist der Rennsport eine echte Familienangelegenheit. Sein Grossvater, sein Vater und seine Brüder sind Kart bereits gefahren. Er selbst hat daraus eine Karriere gemacht. Mit neun Jahren teilt er sich bereits die Rennstrecke mit einem anderen jungen Talent, Charles Leclerc. Die beiden wachsen gemeinsam auf, zwischen Rennen, Videospielen und einer Leidenschaft für Tiere. Auf dem Asphalt hingegen tritt die Freundschaft hinter den Wettkampf zurück.

Sie sind auch Ambassador für H. Moser & Cie. Die Mechanik fasziniert Sie …
Zwischen einem Formel-1-Rennwagen und einer schönen Uhr gibt es eine grosse Gemeinsamkeit: Hinter dem Objekt stecken unzählige Arbeitsstunden, ein ständiges Streben nach Präzision und Details, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Ich liebe es, wenn ein Objekt eine Geschichte erzählt, wie meine Streamliner Tourbillon (Foto), die ich gemeinsam mit H. Moser & Cie. entworfen habe.
Haben Sie ein Ritual vor einem Rennen?
Ich muss allein sein, mich in meine eigene Welt zurückziehen. Musik hilft mir, diesen Zustand der Konzentration zu erreichen. Die Playlist ändert sich oft, aber bestimmte Künstler tauchen regelmässig wieder auf, wie zum Beispiele 50 Cent (Foto).


Haben Sie einen Rückzugsort?
Die Normandie (Foto). Dort bin ich mit meiner Familie aufgewachsen. Die Normandie hat etwas Authentisches, Einfaches. Sie erinnert mich daran, woher ich komme, und hilft mir, auf dem Boden zu bleiben.
Ihre erste Erinnerung als Rennfahrer?
Ich war sechs Jahre alt. Ich erinnere mich vor allem an ein Gefühl: etwas gefunden zu haben, das ich sofort liebte: die Geschwindigkeit, das Adrenalin, an Grenzen zu gehen. Schon nach der ersten Runde wusste ich, das ist meine Zukunft! Mein erstes Kart fand ich unter dem Weihnachtsbaum. Später faszinierte mich das Talent von Ayrton Senna (Foto).


Die meisten F1-Piloten leben in Monaco, Sie in Mailand.
Ich liebe die italienische Kultur – den Familienzusammenhalt und den Sinn für Qualität. Mailand ist eine kreative Stadt, die eng mit Mode, Design, Sport und Gastronomie verbunden ist – ich mag insbesondere das Restaurant Joia (Foto). In Mailand kann ich Formel-1-Fahrer und gleichzeitig einfach nur Pierre sein kann.
Mailand ist auch eine Modemetropole.
Ich interessiere mich sehr für Mode und verfolge aufmerksam die Kollektionen von Givenchy (Foto) und Gucci.


