
Es ist eine Vase, aber es ist keine Vase … vielleicht ein Gefäss? Auf jeden Fall ein Gedicht! Das Werk der Genfer Bildhauerin Marta Blanc reiht sich in dieses stimmungsvolle Universum ein, das von Metall ebenso erzählt wie von Leichtigkeit ebenso wie von Schwerindustrie. Ihr Objekt mit dem Titel Everything is connected wurde neben den Papierschnitten von Marc Schweizer ausgewählt, um das Schweizer Kunsthandwerk bei der Ausstellung «Homo Faber» im September in Venedig zu repräsentieren.
Dieses alle zwei Jahre stattfindende Event konzentriert sich auf «das, was die Hand des Menschen immer besser kann als die Maschine». Die ersten drei Ausgaben waren ein reines Vergnügen. Dieses Mal wird die Kuratierung der Veranstaltung von Es Devlin übernommen, die für ihre fabelhaften Installationen bekannt ist und ganz auf die Kraft des Lichts setzt. Genau hier kommen die Kunstobjekte von Blanc voll zur Geltung. Ihre bewegten und bewegenden Formen sind gehäkelt, und «jede Masche erzählt eine Geschichte», so die Künstlerin. Wir sind gespannt auf die Lichtreflexe, Schatten, Hoffnungen und Risse, die das Werk um sich herum projizieren wird.
Blanc stammt aus der tschechischen Industriestadt Sokolov und studierte ursprünglich Chemie. Ihre Werke sprechen noch immer die faszinierende Sprache von Rost und Oxidation.
Ausstellung Homo Faber 2026: An Island of Light, Fondation Giorgio Cini, Venedig, Italien. 1. bis 30. September, www.ticket.homofaber.com

