Im Französischen gibt es zusammengesetzte Wörter, die einem Lust auf Grösseres machen, die ganz subtil eine gewisse Schönheit heraufbeschwören: ein Meisterwerk, ein Lichtjahr. Ein Schneeglöckchen. Und dann gibt es die anderen. Einen Schuhlöffel oder – einfach so aus dem Stegreif – eine Ablageschale. Was könnte banaler sein? Und doch. Am Eingang einer Wohnung platziert, gibt sie den Ton für das gesamte Interieur an. Wie das Sprichwort sagt: «Man bekommt nie eine zweite Chance für einen guten ersten Eindruck.»

Schlüssel, Kartenetui, Pfefferminzbonbons, Handy, Kleingeld – sie ist das ultimative Auffangbecken, in dem man an der Schwelle zur eigenen Wohnung all die kleinen Überbleibsel unseres gesellschaftlichen Lebens zurücklassen kann. Um den eigenen Rückzugsort von all diesen Nebensächlichkeiten befreit zu betreten. Wie eine neue Form der Unschuld.

Und in diesem Bereich ist das Modell des Hauses Hermès unbestritten der Star – ein Klassiker unter den Klassikern, der Form und Grösse der ikonischen Aschenbecher übernimmt, allerdings ohne die Einkerbungen für die Zigaretten. Schliesslich schreiben wir 2026. Wenn das Rechteck nicht Ihre Lieblingsform ist – oder Ihre Feng-Shui-Prinzipien es Ihnen verbieten, Gäste mit so vielen rechten Winkeln zu empfangen –, dürften einige ovale Ablageschalen eher Ihre Gunst finden. Auf den ersten Blick unscheinbar, erstaunlich intim und ungemein verräterisch, verdient dieses kleine Objekt durchaus ein wenig Aufmerksamkeit.

Unsere Auswahl

Ablageschale Cheval Natté, 780 Fr., Hermès.

Ablageschale The Very Hungry Caterpillar, 170 Fr., Dior

Ablageschale «Gris Gris»-Kollektion, 130 Fr., Dior

Ablageschale Parade, 670 Fr., Hermès

Ablageschale, 89.90 Fr., Jonathan Adler

Ablageschale «Lost and Found Paraiso Blue», ca. 260 Fr., Sieger by Fürstenberg

Ablageschale «Mars», ab ca. 50 Fr., Maison Sarah Lavoine

Ablageschale «Faded Peony», 25 Fr., Ralph Lauren