Die Sehnsucht, dieses Ziehen im Herzen, kann zermürben. Manchmal schafft sie aber auch Neues, spornt sie die Kreativität an. Wie sich das manifestieren kann, veranschaulicht das neue Riad «Palais Beit al Noor» in Marrakesch. Weil das französisch-libanesische Ehepaar Joëlle und Nicolas Delsuc nicht zurück in seine Heimat konnte, suchte es nach Alternativen und wurde in Marokko fündig.

2024 kauften die beiden ein altes Riad, das sie 19 Monate lang sanierten. «Wir wollten ein libanesisches Wispern nach Marrakesch bringen», erzählt Joëlle. Das neue «Palais Beit al Noor» (zu Deutsch «Haus des Lichts») gleicht einer Atempause inmitten der trubeligen Medina. Sobald sich die ockerfarbene Tür der Nummer 95 öffnet, steigt ein Duft aus Rosen, Jasmin und Zedern in die Nase – Pflanzen, die tief verwurzelt in der libanesischen Kultur sind.

Auch beim Design, das mit den Zellige-Plättchen typisch marokkanisch anmutet, finden sich Referenzen aus dem Libanon:  Holzvertäfelungen, Marmor und verzierte Gipsleisten. Die zwölf Zimmer und Suiten sind individuell gestaltet und vermitteln den Eindruck, als sei man Gast in einem luxuriösen Privathaus. In den Innenhöfen sprudeln Brunnen.  Von der Dachterrasse, wo feine Tajine serviert werden,  geht der Blick aufs Atlasgebirge. Die Sehnsucht? Garantiert gestillt.

Die Zimmer und Suiten sind individuell gestaltet und nach einem libanesischen Künstler benannt.

Palais Beit al Noor, Marrakesch, Marokko, DZ ab 300 Euro, www.palaisbeitalnoor.com