Die Kinder sind schuld. Als die Designerin Nadia Studer Mutter eines Buben wird, beginnt sie sich verstärkt dafür zu interessieren, was auf seinem Teller landet. Und auch dafür, woraus dieser gemacht ist: Biokunststoffe, Bambus, Silikon  … Viele schöne Versprechen, aber letztlich wenig nachhaltig. Sie entdeckt die Vorzüge eines Materials wieder, das fast so alt ist wie Herodes: Emaille.

Bei diesem Verfahren wird Stahl mit Schichten aus geschmolzenem Glas überzogen und anschliessend im Ofen gebrannt. So entstehen robuste, natürliche und vollständig recycelbare Gegenstände. Die Designerin entwirft daraufhin die Kollektion Mirari – Schalen, Becher und Karaffen in schillernden Farben. Sie haben nichts gemein mit Grosis altmodischen Emaillestücken, die brav im Chuchichäschtli verstaut sind.

Die in der Schweiz ansässige Designerin  entwirft für ihr Studio Emaé Objekte, die in der Türkei von Hand gefertigt werden. Etwa die Serie in Tomaten- und Pfingstrosenfarben. Formgebung, Bemalung, Brennen: Jede Kreation ist ein Unikat. Und die fröhlichen Kleckse erinnern nicht nur an Jackson Pollock, sondern erfreuen garantiert alle Kinderherzen. Da schmeckt selbst der Brokkoli. 

Emaillekollektion Mirari, Emaé, ab 28 Fr., www.emae.studio